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23.04.2024
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Verbände / Organisationen

Erster Schritt: Eisenbahnverbände begrüßen Trassenpreissenkung für Schienengüterverkehr
05.07.2018

Von: VDV


In seiner Sitzung vom 28.06.2018 hat der Haushaltsausschuss des Bundestages einer Senkung der Trassenpreise für den Schienengüterverkehr in Höhe von 175 Millionen Euro für 2018 zugestimmt. Damit könnten die Trassenkosten der Güterbahnen noch in diesem Jahr nahezu halbiert werden.


Die Verbände der Eisenbahnbranche begrüßen diesen Beschluss als wichtigen ersten Schritt für mehr Wettbewerbsfähigkeit der Schiene durch günstigere Preise und Modernisierungsinvestitionen. Zugleich weist das Verbändebündnis darauf hin, dass die Rahmenbedingungen für die Eisenbahnen in Deutschland weiter verbessert werden müssen. Um das angestrebte Ziel einer Verdopplung der Fahrgastzahlen bis 2030 zu erreichen, sei insbesondere die Senkung der Trassenpreise auch im Personenverkehr dringend nötig.

Die jüngsten Zahlen von Destatis für den Schienengüterverkehr zeigen zudem, dass dessen Marktanteil 2017 erneut gesunken ist. Bis die Fahrgäste und Güterbahnen also den von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer angekündigten „Wow-Effekt“ bei der Eisenbahn wirklich spüren, gibt es aus Sicht der Bahnverbände für Politik und Branche noch einiges zu tun. Neben der für 01. Juli vorgesehenen Trassenpreissenkung im Schienengüterverkehr sehen die Verbände daher zusätzlichen Handlungsbedarf und erinnern an ihre drei Kernforderungen: die Senkung der Trassenpreise im gesamten Schienenverkehr, eine klare Agenda für den Deutschland-Takt und eine gezielte Förderung von Innovationen im gesamtenEisenbahnbereich.

Im Koalitionsvertrag, so die Verbände, seien zahlreiche gute Richtungsentscheidungen für eine Stärkung des Schienensektors vereinbart worden. Diese müssten nun zeitnah umgesetzt werden. Hilfreich sei dabei die Ernennung des parlamentarischen Staatssekretärs Enak Ferlemann zum Beauftragten der Bundesregierung für Schienenverkehr. Damit sei gewährleistet, dass die Eisenbahnthemen auf der bundespolitischen Agenda nun deutlich weiter oben stünden und mit entsprechendem Nachdruck abgearbeitet würden.