Verkehrsbetriebe
Frankfurt: SkyLine-Bahn zum Terminal 3 nimmt den Betrieb auf27.02.2026
Die neue SkyLine-Bahn verbindet alle drei Terminals in Frankfurt. Bis zu 4000 Passagiere können pro Stunde transportiert werden.
Flughafen-Mitarbeiter sind die ersten, die täglich mit der neuen SkyLine-Bahn an ihren Arbeitsplatz im neuen Terminal 3 pendeln dürfen. Für die Öffentlichkeit fährt die Hochbahn erst am 22. April, dem Tag, an dem das neue Terminal eröffnet. Am Montag stellte Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport, die SkyLine-Bahn vor. Sie verbindet auf einer 5,6 Kilometer langen Strecke die Terminals 1 und 2 im Norden mit dem neuen Terminal 3 im Süden des Flughafengeländes. Die Fahrtzeit beträgt acht Minuten.
„Wir sind auf der Zielgeraden, in zwei Monaten ist der Erstflug“, freute sich Schulte. Die SkyLine-Bahn und das Terminal seien bereits vom Regierungspräsidium abgenommen. „Wir sind ready.“ Die Fahrt „ist ein Erlebnis“: Mit bis zu 80 km/h, komfortabel, schnell und direkt komme man in der neuen Bahn ohne Verzögerung ans neue Terminal.
Maximal 4000 Menschen pro Stunde können mit der SkyLine-Bahn transportiert werden. In jeden Zug passen 130 Passagiere – mit Koffern. Die Züge fahren alle zwei Minuten am T1 ab und in umgekehrter Richtung ab Terminal 3 zurück. Dafür sind zwölf Züge im Einsatz, die aus je zwei Waggons bestehen.
Am Terminal 1 wurde eine neue Station zwischen dem Abfluggebäude und den gegenüberliegenden Gebäuden, dem Sheraton-Hotel und dem Zugang zum Fernbahnhof, gebaut. Die Station liegt am Knotenpunkt zwischen Fernbahnhof, Regionalbahnhof und dem neuen Busbahnhof, der künftig genau darunter liegt. Der fußläufige Direkt-Zugang zur Abflugebene des Terminal 1 wird noch gebaut und ist voraussichtlich erst 2027 fertig. Auch eine Brücke zum Sheraton Airport-Hotel ist vorgesehen.
Der Bau der Station am Terminal 1, der 2019 begann, sei hohe Ingenieurskunst und „eine große Herausforderung für uns“ gewesen, erklärte Projektleiterin Stefanie Plesmann: „Denn direkt darunter liegen der Regionalbahnhof und die Shopping- und Restaurant-Ebene. Diese Gebäudestruktur war statisch nicht darauf ausgerichtet, mehr Gewicht zu tragen.“
Weshalb zwei Jahre lang – während der Corona-Pandemie – der gesamte Untergrund mit tragenden Säulen verstärkt werden musste. Danach wurden 25 tonnenschwere Stützen aufgestellt und verschweißt, die die Station tragen. Insgesamt wurden nur für die Station 1820 Tonnen Stahl verbaut. „Große Expertise und Präzision waren nötig, gebaut wurde nachts, um den Flugverkehr tagsüber nicht zu beeinträchtigen.“ In der Zwischenebene der Station ist zudem eine Werkstatt und Waschanlage für die Züge eingebaut.
Den Fahrweg hat die Firmengruppe Max Bögl gebaut. Die Züge selbst stammen aus dem Wiener Siemens-Werk. Sie unterscheiden sich kaum von den bereits vorhandenen SkyLine-Passagierzügen, die zwischen Terminal 1 und 2 fahren. Jede der neuen Bahnen verfügt über 20 Sitzplätze – die meisten Passagiere müssen also stehen.
Fraport investierte nach eigenen Angaben rund 500 Mio. Euro in die Bahn und 4 Mrd. Euro in das Gesamtprojekt Terminal 3. Dieses liegt im Zeitplan sowie im kalkulierten Preisrahmen. Schulte sagte dazu: „Wir zeigen, dass wir Großprojekte umsetzen können.“


