Verkehrsbetriebe
Deutsche Bahn: Update zum Baufortschritt Hamburg–Berlin28.11.2025
Die Generalsanierung der Bahnstrecke Hamburg–Berlin geht weiter planmäßig voran.
Die Generalsanierung der Bahnstrecke Hamburg–Berlin geht weiter planmäßig voran, sagt die Bahn. Mehr als 1.000 Mitarbeitende der DB und der beteiligten Bauunternehmen und rund 140 Baumaschinen sind pro Tag auf der Strecke im Einsatz. Seit dem Start der Arbeiten am 1. August wurden bereits 94 Prozent der geplanten Umbauten der Gleise umgesetzt, bei den Weichen sind inzwischen 78 Prozent erneuert worden. Das geht aus dem aktuellen Bericht der DB InfraGO zum Projektstand hervor. Derzeit steht weiterhin der sogenannte Oberbau, d.h. die Arbeiten an Gleisen und Weichen, im Fokus. Parallel und anschließend erfolgen die Modernisierungsarbeiten an den Bahnhöfen sowie die Erneuerung der Signal- und Stellwerkstechnik. Insgesamt wurden bislang unter anderem 156 Kilometer Gleise, 6 Bahnsteige, 4,2 Kilometer Schallschutzwände und 15 Kilometer Oberleitung erneuert sowie 193 Weichen gebaut.
Bis hierher die Pressemitteilung der Bahn.
Zusätzlich werden sechs Überleitstellen gebaut, also lediglich 20 % der ursprünglich avisierten, sowie Mobilfunkmasten für 5G, die als Vorbereitung für FRMCS dienen. In Vorbereitung leider auch ETCS, weswegen 600 Signale gesetzt werden müssen; deren Einbaufortschritt liegt laut Grafik bei 18 Stück = 3 %. Im Baustellen-Blog der Bahn tauchen daher mehrere Einträge mit „Signalstellung per Helikopter“ auf, die mit „großer Zeitersparnis“ beworben werden, so übrigens auch bei Stuttgart 21. In den Alpen wäre diese Vorgehensweise durchaus verständlich, aber bei Bauprojekten, die viele Monate oder gar Jahre dauern und von langer Hand geplant sind?
Etwas rätselhaft bleibt der Begriff „Generalsanierung“ für 2,2 Mrd. Euro im Zusammenhang mit der intransparenten Kostenaufschlüsselung und der Tatsache, dass lange nicht alles gemacht wird.
Derweil ist die Zahl der Bahnreisenden merklich gesunken, weil vor allem auf das Auto umgestiegen wird. Eine Datenerhebung des Mobilfunk-Netzbetreibers O2 ermittelte bspw. zwischen Hamburg und Schwerin 46 % mehr Verkehr auf der Straße und 56 % weniger Bahnfahrer.


