Verkehrsbetriebe
Portugal: Die Hauptbahn der Beira Alta wurde vollständig modernisiert und wiedereröffnet02.10.2025
Am 28. September wurde der Zugverkehr mit der Wiedereröffnung des Abschnitts Pampilhosa–Vilar Formoso auf der gesamten Strecke wieder aufgenommen.
Am selben Tag wurde die Concordância da Mealhada in Betrieb genommen, eine 3,2 Kilometer lange Spange, die die Linha do Norte (Porto–Lissabon) direkt mit der Linha da Beira Alta verbindet. Diese neue Infrastruktur vereinfacht die Verbindungen zwischen dem Norden und dem Landesinneren und bringt sowohl für Passagiere als auch für Güter Vorteile, da sie die Anbindung an die Atlantikhäfen von Aveiro und Leixões sowie an die Eisenbahnnetze Spaniens und des übrigen Europas verbessert.
Die Modernisierung umfasste rund 190 Kilometer Eisenbahnstrecke mit tiefgreifenden Verbesserungen der Trassenführung, dem Bau von Umgehungsstraßen und der Beseitigung aller Bahnübergänge, wodurch Geschwindigkeit und Sicherheit der Verkehre erhöht wurden. Alle Bahnhöfe wurden saniert.
Aus technischer Sicht verfügt die Beira Alta-Linie nun über moderne elektronische Signal- und Telekommunikationssysteme sowie Ausweichstellen, die das Kreuzen von 750 Meter langen Zügen ermöglichen, wodurch die Betriebskapazität und die Effizienz im Güterverkehr verbessert werden.
Die Strecke ist ein strategischer Korridor für die Verbindung zwischen dem Landesinneren und den wichtigsten städtischen Zentren und zudem von wesentlicher Bedeutung für die Eisenbahnanbindung an Spanien und Europa.
Die 202 km lange Linie gilt als eine der schönsten Bahnstrecken Portugals und wurde bereits zwischen 1992 und 1998 mit EU-Fördermitteln grundlegend modernisiert. Jetzt kann mit Geschwindigkeiten bis zu 160 km/h gefahren werden, ETCS soll zum Einsatz kommen. Der spanische Anschluss bis Saragossa ist zurzeit noch nicht elektrifiziert und wäre dann die einzige West-Ost-Verbindung ins Nachbarland mit Oberleitung.
Die Strecke ist eingleisig auf iberischer Breitspur und mit 25 kV elektrifiziert.


