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24.01.2020
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Verbände / Organisationen

UIC: Rail Freight Forward veröffentlicht Handbuch für Notfallmanagement zur Vermeidung eines zweiten "Rastatt"
09.01.2020

Von: LOK Report


In ihrem „Vision paper 30 by 2030" verpflichtet sich die Koalition Rail Freight Forward (RFF), Maßnahmen für das Management von Notfällen zu vereinbaren und umzusetzen. In diesem Handbuch werden einheitliche internationale Maßnahmen für den Fall maßgeblicher Unterbrechungen auf dem europäischen Schienennetz beschrieben.


Es enthält sowohl Anweisungen zur Zusammenarbeit zwischen den Eisenbahnverkehrsunternehmen untereinander als auch für die Kooperation mit den Netzbetreibern und ist an das Notfallfallhandbuch der Infrastrukturbetreiber angelehnt. Ferner gibt es einen Überblick über die Szenarien des Ressourcenpoolings der Unternehmen im Hinblick auf das bestmögliche Management großer Verkehrsunterbrechungen und über die regulatorischen Vorgaben, die dies ermöglichen würden. Dank dieser Maßnahmen kann der Güterverkehrssektor die Netzkapazitäten im Fall einer großen internationalen Verkehrsunterbrechung optimieren. Derartige Störungen können den Handel hemmen und unter Umständen das Vertrauen der Kunden in die Belastbarkeit der Schiene als Verkehrsträger erschüttern.

Das Handbuch wurde von BLS Cargo, CFL Cargo, DB Cargo AG, dem ERFA-Vorstand und seinen 30 Mitgliedern, Fret SNCF, Lineas, RCG und SBB Cargo verabschiedet. Die anderen Unternehmen wurden aufgefordert, sich dieser Initiative zur Verbesserung der Resilienz des europäischen Schienengüterverkehrs anzuschließen. Die ersten Unternehmen nehmen die Umsetzung 2020 in Angriff.

Das Handbuch wurde durch die UIC-Gruppe ECCO erstellt, in der die Sprecher der Railway Advisory Group und der ERFA-Vertreter des European Rail Freight Corridor Network mitwirken.

Link zum Handuch auf der UIC-Seite

Link zum Handbuch auf der ERFA-Seite